Was ist Software?
Software ist ein Sammelbegriff für die Menge der Dateien und Programme, die es erlauben, steuerbare Hardware eines Computers zu beeinflussen und zu koordinieren. Dieser Definitionsversuch stammt von dem US-amerikanischen Statistiker John W. Tukey, der 1958 den Begriff Software damit in einer Zeit verwendete, als Soft- und Hardware noch nicht voneinander getrennt waren. Erst in den 1970er Jahren geschah unter Federführung der damaligen US-Regierung die getrennte Berechnung beider Komponenten.
Andere Abgrenzungsversuche beschreiben die Software als Gegenstück zur Hardware, den physischen Komponenten eines Computers. Die Software ist dabei das auf der Hardware gespeicherte und abrufbare Programm, das die Arbeit der Hardware steuert.
Softwareentwickler leisten geistige Arbeit im Voraus. Soll ein Programm entwickelt werden, das beim Schreiben dem Schreiber beim falschen Trennen deutscher Wörter dieses anzeigt, so muss diese Leistung, falsche Wörter, welcher Art auch immer zu erkennen, im Voraus von den Softwareentwicklern geleistet worden sein.
Ist dies erst einmal gelungen, fallen für die Vervielfältigung von Software kaum noch Kosten an; und wenn, dann sind es solche, die durch das Bedrucken von Speichermedien oder Werbung entstehen.
Auch wenn Software nicht dem üblichen Zelltod organischer Lebewesen ausgesetzt ist, so erleben doch auch die digitalisierten Informationen eine ihr eigentümliche Alterung, die sogenannte Softwarealterung. Bekanntes Beispiel hierfür ist das Jahr-2000-Problem: Mit der Jahrtausendwende stellte sich für viele Systeme das Problem, dass sie beim Anzeigen des Jahres nur die letzten beiden Ziffern anzeigten: In diesem Fall also die 00. Diese war aber kleiner als die 99 des Jahres 1999, obgleich das Jahr 2000 bekanntlich dem Jahr 1999 folgte.